home cheerleading about history date'n place photos contact guestbook
 

cheerleading – die unbekannte sportart

http://www.cheerforum.de
http://www.cheercity.de
http://www.c-v-d.info
http://www.elite-cheerleading.de
http://www.intercheer.com
http://www.varsity.com

das cheerleading war wie andere sportarten auch einer langen entwicklung unterworfen, bis es zu dem wurde, was es heute ist. zu beginn der 20er jahre ging die universität von minnesota dazu über, cheerleader nicht nur zum anheizen der stimmung einzusetzen, sondern gleichzeitig zur unterhaltung der zuschauer während der unterbrechungen. am spielfeldrand erschienen zum ersten mal neben den inzwischen mit megaphonen ausgestatten männlichen 'schreihälsen' in den clubfarben gekleidete mädchen, die in den spielpausen tänzerische einlagen zeigten. In den dreißiger jahren traten die mädchen dann auch mit den bekannten wuscheln in den händen auf. diese «pompons» wurden in kurzer zeit zum markenzeichen jeder cheerleadergruppe.
der Begriff «cheerleader»setzt sich aus zwei teilen zusammen, aus 'to cheer', was soviel bedeutet wie 'laut jubeln', 'freudenschreie ausstoßen' und 'to lead', zu deutsch 'führen', 'zu etwas anleiten'. ein cheerleader ist demnach jemand, der das publikum auf der tribüne anleitet, die spieler auf dem platz anzufeuern. so gesehen, gibt es in jedem deutschen fußballstadion eine gruppe, die sich unbewußt als cheerleader betätigt, indem sie durch lautes rufen oder singen andere motiviert, es ihr gleich zu tun.
in den amerikanischen footballstadien ist es nicht anders gewesen gegen ende des letzten jahrhunderts. der cheerleader stand mitten im publikum und versuchte, die umstehenden zum anfeuern zu animieren. 1898 hatte johnny campbell jedoch eine revolutionäre idee. er stellte sich nicht mehr länger ins publikum, sondern mit dem rücken zum spielfeld vor die zuschauer und dirigierte sie wie ein orchesterchef seine musiker. dies scheint die geburtsstunde des modernen «cheerleading» gewesen zu sein, das zu dieser zeit noch 'männersache' war.
das erste anleitungs- und trainingsbuch für cheerleader entstand bereits ende der 20er jahre. ende der 40er jahre wurde von lawrence r. herkimer die erste Cheerleader-schule eröffnet. seit 1950 ist cheerleading sogar lehrfach an high schools und colleges. zur gleichen zeit gründete bill horan den ersten cheerleader-verband, die american cheerleaders association. im laufe der jahre folgten weitere verbände, so dass es heute in den USA eine vielzahl von vereinigungen für cheerleader gibt.
in den fünfziger jahren war der andrang auf die cheerleadergruppen bereits so groß, dass die universitäten aussscheidungswettbewerbe unter den mädchen veranstalten mussten, wobei es eine große ehre war, schließlich ins team aufgenommen zu werden. die jungen waren aus diesen gruppen längst verdrängt worden. cheerleading entwickelte sich sozusagen zu einer 'sportart für mädchen'.
in den 60er jahren traten die cheerleadergruppen zu einer art meisterschaft an, wobei die sieger noch durch eine beliebtheitsumfrage ermittelt wurden. seit den 70er jahren werden die titel bei wettkämpfen vergeben. die größte veranstaltung dieser art ist die 'nationale college cheerleader meisterschaft'. seit 1978 wird dieser wettbewerb live im fernsehen übertragen.
der ehrgeiz, bei solchen veranstaltungen gut abzuschneiden, führte zu immer gefährlicheren akrobatischen figuren und menschenpyramiden. ernsthafte verletzungen waren die folge. die verbände sahen sich gezwungen, richtlinien zu erlassen und beschränkungen vorzunehmen. sie verboten beispielsweise pyramidenbildungen mit mehr als zwei ebenen sowie die benutzung vom trampolinen.
die begeisterung für cheerleader ist in den USA ungebrochen. fast 600.000 cheerleader betätigen sich jedes jahr an den spielen der high-school- und college-mannschaften. dazu kommen noch diejenigen, die sich bei den profi-teams engagieren. ein NFL-club erhält während eines jahres weit über 1.000 bewerbungen für die aufnahme in das cheerleaderteam. davon werden selten mehr als 300 zu einem training eingeladen, von denen letztlich rund 40 den 'großen sprung' schaffen. das training dieser mädchen und jungen ist enorm zeitaufwendig - bis zu fünfmal in der woche, jeweils mehrere stunden. hinzu kommen die auftritte bei den spielen und anderen veranstaltungen sowie oftmals noch die wahrnehmung caritativer aufgaben. cheerleader haben nur sehr wenig gemein mit den von fototermin zu fototermin eilenden 'glamour-girls', die viele in ihnen zu sehen glauben.

(quelle: bowy, eberhard; knitter, wolfram; rosenstein, marcus: american football ... vom kick-off zum touchdown. 4.aufl., berlin weinmann vlg. 1994.)

cheerleading-lexikon mit den wichtigsten begriffen


cheerleader des SV Dessau 05 e.V. impressum

ANZEIGE
Karstadt Sport

ANZEIGE
SV Dessau 05 e.V.

ANZEIGE
helggi.NET - das fußballportal